Mehr als 18 000 Euro für Annikas Mobilität


Die Benefizaktion der Horather Dorfgemeinschaft hat ihr Ziel "Mobilität für Annika" erreicht: Das hohe Spendenaufkommen und die große Hilfsbereitschaft werden der Familie der mehrfach behinderten 16-Jährigen wohl sogar mehr als den Einbau eines Treppenliftes ermöglichen.

Bereits vor Abrechnung der Benefizkirmes steht der Erfolg der Initiative "Mobilität für Annika" fest. Das Ziel der Dorfgemeinschaft, 15 000 Euro zusammenzubekommen, ist mehr als erreicht. Laut Ortsbürgermeister Egon Adams kamen bis zum Fest allein an Spenden etwa 18 000 Euro zusammen. Da die Akteure der Benefiz-kirmes - Bands, Musikvereine, Sänger - unentgeltlich oder "für ein Fahrgeld" gespielt hätten, werde das Ziel daher wohl weit überschritten.

Für die Familie der schwer mehrfach behinderten Annika Bauer bedeutet das, dass die Finanzierung des dringend benötigten Treppenliftes gesichert ist. Seit dem Tod von Annikas Vater Peter, der Ende April mit 47 Jahren starb, war der fehlende Lift die schwierigste Hürde für Mutter, Oma und Schwester der 16-Jährigen. Dass ihnen die Welle der Hilfsbereitschaft nun sogar weitere Entlastungen in Aussicht stellt, hätten sie nicht zu hoffen gewagt.

Ebenso wenig wie die Veranstalter, Orts- und Kirchengemeinde und alle Vereine. "Wir erleben eine große Solidarität", kommentiert Adams Spendenbereitschaft und Engagement von Helfern, Firmen und Hilfsorganisationen. Denn nicht nur Horather wollten helfen, wie auch der Besuch vieler Vereins- und Gemeindevertreter von außerhalb am Wochenende zeigte. So spendete der Haager Förderverein schwerstkranker Kinder Hunsrück 5000 Euro. Musiker aus dem elsässischen Drulingen, Sitz des Industriekonzerns Sotralentz, zu dem das Horather Drahtwerk gehört, reisten sogar trotz eines schweren Unwetters wenige Tage zuvor an. Ein Höhepunkt war der Auftritt der "Drei Tenöre" aus Bad Breisig, der Heimat von Pfarrer Alexander Kurp. Während dessen Vater das Trio dirigierte, übernahm der Sohn und Pfarrer den Thekendienst. Wertvoll waren laut Adams zudem private Aktionen, Sonderkonditionen von Lieferanten sowie rund 100 Sachspenden, etliche von Firmen, für die Tombola, für die 5000 Lose verkauft wurden. Der Trierische Volksfreund hatte bereits 2001 vor Annikas erster Delfintherapie berichtet. Schon damals erbrachte eine Aktion von Gemeinde und Vereinen gut 5000 Euro