Aktion für Kinder hilft Kindern


Die Idee zur Weihnachtsfenster-Aktion hatten Melanie Möger und Anja Schneider gemeinsam vor mehr als einem Jahr beim Martinsumzug. "Wir wollten mal etwas Neues im Dorf machen", sagen sie. Im Dezember war es dann so weit: Sie starteten mit den Gonzerather Weihnachtsfenstern. Die Termine an den Adventsabenden waren gefragt, so viele Gonzerather wollten sich beteiligen, dass die vier Wochen vor Weihnachten nicht ausreichten und das Duo Möger/Schneider Reservierungen für dieses Jahr annahm. Auch über Besuchermangel konnten die Frauen sich nicht beschweren: 30 bis 60 Menschen seien immer zu den festlich geschmückten Fenstern und Türen an Privathäusern gekommen, sagt Schneider. "Dass das so gut ankommt, hätten wir nicht gedacht", sagten die beiden Weihnachtsfenster-Initiatorinnen.

Private Spender haben für Glühwein und Plätzchen gesorgt, die Besucher füllten eine dafür aufgestellte Spendenbox. Ein Projekt mit Strahlkraft über die Advents- und Weihnachtszeit hinaus: 1000 Euro, aufgerundet von einem weiteren Spender, der ungenannt bleiben möchte, kamen so zusammen und wurden nun je zur Hälfte zwei Vereinen übergeben: dem Haager Förderverein schwerstkranker Kinder Hunsrück und dem Christlichen Hospizverein Morbach.

WFür Möger und Schneider stand von Anfang fest, dass das Geld an ein soziales Projekt außerhalb ihres Wohnortes gehen, aber in der Region bleiben solle. Denn Vorhaben in Gonzerath würden ohnehin von den engagierten Ortsvereinen rege unterstützt. "Das passt wunderbar, wir können das Geld sehr gut gebrauchen", sagte Wolfgang Berg, Vorsitzender des Hospizvereins. Wegen der rapide zunehmenden Nachfrage nach ehrenamtlicher Begleitung wolle der Verein 2014 weitere Hospizhelfer ausbilden. Die stationären Hospizplätze in der Region reichten nicht aus, um allen Betroffenen und deren Angehörigen zu helfen.

Für Felizitas Schuh, stellvertretende Fördervereins-Vorsitzende, ist die Spende etwas Besonderes. Denn der Erlös einer Initiative für Kinder gehe an Kinder zurück. Einen konkreten Empfänger für die Spende hat der Verein noch nicht, auf jeden Fall kommt sie Familien mit kranken Kindern zugute. "Wir haben auch vor Ort Leute, die das brauchen", sagte Schuh. Ortsvorsteher Dietmar Thömmes findet das umso bemerkenswerter: "Diese super Idee verdient Unterstützung und Dankbarkeit."